Die Martin-Luther-King-Schule ist eine Schule für Schüler mit dem Unterstützungsbedarf „Lernen“. Viele Eltern leben am Existenzminimum oder sind mit ihrer eigenen Lebenssituation überfordert. Die Kinder sind häufig auf sich selbst gestellt.
Ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler kommt in die Schule ohne gefrühstückt zu haben. Sie haben kein Pausenbrot und sind auch nur selten zur Mittagsverpflegung angemeldet. Im besten Fall haben sie ein paar Euro dabei, von denen sie sich auf dem Schulweg Süßigkeiten oder Chips kaufen.

Die Göttinger Tafel e.V. hat seit dem Schuljahr 2012/13 das Frühstücksprojekt betreut.
Helferinnen und Helfer bereiteten dort Frühstückstüten mit zwei Scheiben Brot, Obst und/oder Gemüse zu und sortierten sie nach Klassen in deren Frühstückskörbe. Dabei achtetenn sie besonders auf spezielle Vorlieben, besonders auf das Schweinefleisch-Verbot der muslimischen Kinder.
Vor oder in der großen Pause fand dann ein gemeinsames Frühstück in der Klasse statt.
Im Unterricht wurde sehr deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler nach dem Frühstück leistungsfähiger, wacher und motivierter arbeiten. Für viele war es die einzige verlässliche Mahlzeit im Tageslauf.
Das Projekt wurde im August 2016 eingestellt, da die Zahl der Neuanmeldungen sank.